Direkt zum Hauptinhalt springen

Wirtschaftsstandort Offenburg

Nachfolgende Zahlen, Daten und Fakten dokumentieren eindrucksvoll die Leistungsstärke des attraktiven Wirtschaftsstandortes Offenburg und seine Funktion als Arbeitsplatzzentrum und wirtschaftlicher Impulsgeber unserer Region:

 

  • Als größte Stadt des Ortenaukreises und Oberzentrum des mittelbadischen Wirtschafts-raumes mit knapp 443.000 Einwohner*innen nimmt Offenburg heute eine exponierte Stellung am regionalen Arbeitsmarkt ein.

 

  • Bei einer Einwohnerzahl von knapp 62.000 bieten die insgesamt nahezu 2.500 Betriebe und Arbeitsstätten rund 56.000 Erwerbstätigen Beschäftigung.

 

  • Die Arbeitsplatzausstattung liegt mit über 700 sozialversicherungspflichtig (SV) Beschäftigten je 1.000 Einwohnern weit über dem Landesdurchschnitt in Baden-Württemberg (434).

 

  • Täglich kommen über 35.000 Berufseinpendler zur Arbeit nach Offenburg, darunter mehr als 29.000 SV-Beschäftigte.

 

  • Die Arbeitslosenquote liegt in Offenburg mit aktuell (September 2024) 4,4 % über dem Durchschnitt im Ortenaukreis (3,9 %) und dem des Landes Baden-Württemberg (4,3 %).

 

Beeindruckend ist insbesondere die Dynamik, mit der sich der Wirtschaftsstandort Offenburg in den vergangenen Jahren entwickelt hat:

 

  • Seit 2009 sind knapp 8.500, seit 1999 sogar über 11.500 zusätzliche Arbeitsplätze in unserer Stadt entstanden !

 

  • Die Zahl der SV-Beschäftigten ist seit 2009 um 25 %, seit 1999 sogar um 36 % auf heute 43.520 gestiegen (Stand 30.06.2023).

 

  • Getragen wurde diese Entwicklung vor allem vom Dienstleistungssektor, der sich seit 1999 mit einem Beschäftigtenzuwachs von 60 % auch im landesweiten Vergleich (+ 57,8 % in Baden-Württemberg) überaus dynamisch entwickelt hat und in dem mittlerweile mehr als 4/5 aller Beschäftigten unserer Stadt tätig sind. Dabei vermag sich Offenburg in wachsendem Maße als bevorzugter Standort für hochrangige und spezialisierte Dienst-leistungen zu qualifizieren.

 

  • Aber nicht nur der Dienstleistungs- und Medienbereich tragen entscheidend zur Wirtschaftskraft unserer Stadt bei. Industrie und warenproduzierendes Gewerbe sind mit knapp 9.500 Beschäftigten nach wie vor wichtige Pfeiler unserer Wirtschaftsstruktur. Mit einem Gesamtumsatz von über 2 Milliarden Euro steuert das Verarbeitende Gewerbe in Offenburg mehr als 13 % zu den Industrieumsätzen in der Ortenau bei.

 

Zu dieser überaus positiven Entwicklung haben im vergangenen Jahrzehnt sicherlich die überaus günstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die bis zum Ausbruch der globalen Corona-Pandemie Anfang 2020 anhaltend gute konjunkturelle Entwicklung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 ebenso wie der breitgefächerte Branchenmix und die ausgeprägt mittelständische Wirtschaftsstruktur des Standortes Offenburg wesentlich beigetragen.

Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielt das breite Firmenspektrum in Offen-burg. Es reicht vom traditionellen Familienunternehmen bis hin zum technologieintensiven Start-Up-Unternehmen, vom in der Region verwurzelten, innovativen Handwerksunter-nehmen bis hin zum namhaften Global Player.

 

Der Investitions- und Risikobereitschaft dieser vorwiegend mittelständischen Unternehmer, die viele Millionen Euro in die Sicherung und den Ausbau ihrer Standorte in Offenburg investiert und damit Arbeitsplätze gesichert bzw. neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen haben, ist die insgesamt betrachtet dynamische Wirtschaftsentwicklung im vergangenen Jahrzehnt in erster Linie zu verdanken. Diese rege Investitionstätigkeit ist Ausdruck eines unternehmerfreundlichen Wirtschaftsklimas vor Ort, signalisiert gleichzeitig aber auch das hohe Vertrauen unserer Unternehmen in die besonderen Standortqualitäten Offenburgs. Ein Indikator hierfür ist die gute Nachfrage nach Gewerbeflächen: Im Zeitraum 2000 – 2019 wurden insgesamt rund 125 Hektar Gewerbeflächen für Betriebsansiedlungen, Betriebserweiterungen und Verlagerungen veräußert, davon über 36 Hektar städtische Grundstücke. Die dort angesiedelten Unternehmen haben in diesem Zeitraum rund 1.600 neue Arbeitsplätze geschaffen und nahezu 5.500 bestehende Beschäftigungsmöglichkeiten gesichert.   

 

Die Bereitstellung freier Gewerbeflächen für die Ansiedlung, Verlagerung und Erweiterung von Betrieben gehört vor diesem Hintergrund zu den Hauptinstrumenten einer aktiven Stand-ortvorsorge in Offenburg und stellt eine der zentralen Rahmenbedingungen zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen durch die heimische Wirtschaft dar. Insgesamt weist der Flächennutzungsplan der Stadt Offenburg über 400 Hektar gewerbliche Bauflächen aus. Derzeit stehen nur noch wenige baureife Gewerbegrundstücke für Betriebsansiedlungen zur Verfügung.

 

Angesichts einer sich bereits Ende der 1990-er Jahre abzeichnenden sukzessiven Verknappung städtischer Gewerbeflächenressourcen wurde frühzeitig der interkommunale Gewerbepark hoch³ im Süden des Offenburger Stadtgebiets projektiert, um auch künftig den Anforderungen einer zukunftsorientierten Standort- und Gewerbeflächenvorsorge im Raum Offenburg gerecht werden zu können. Bis Ende 2019 wurden einschließlich des JVA-Neubaus 33,3 Hektar und damit über 75 % der baureif erschlossenen 41,6 Hektar Gesamtfläche im ersten und zweiten Bauabschnitt des Gewerbeparks hoch³ vermarktet. Die auch in 2018/19 anhaltend rege Nachfrage, mit der die Veräußerung von über 3,6 Hektar Gewerbeflächen einher ging, entsprach der guten konjunkturellen und regionalökonomischen Lage, in deren Zuge zahlreiche Betriebe in den Ausbau ihrer Standorte investierten und dabei vielfach neue Arbeitsplätze schufen.

 

Derzeit stehen im Teilgebiet Hohberg keine und im Teilgebiet Schutterwald nur noch 8,7 Hektar Gewerbeflächen zur Verfügung, von denen allerdings 4,1 Hektar als Optionsflächen für geplante Betriebserweiterungen vorgemerkt sind und weitere 3,8 Hektar erst nach erfolgter Verlegung einer das Gebiet querenden Stromleitung ansiedlungsinteressierten Unternehmen angeboten werden können. Sofort verfügbar ist damit aktuell lediglich eine ca. 0,8 Hektar große erschlossene Gewerbefläche. Bis heute haben sich einschließlich der JVA Offenburg 17 Unternehmen mit zusammen rund 700 Arbeitsplätzen im Gewerbepark hoch³ angesiedelt.