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KOD-Chef Peter Kuhn über Schulungen, Aufgabengebiete und den Dienst auf der Straße

- 07.05.2026 - 

Ziel: Sicherheitsgefühl stärken

SICHERHEIT aw Nach einer Hospitanz bei der Polizei und beim Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) in Freiburg Anfang dieses Jahres befindet sich das 6-köpfige Team unter Leitung von Peter Kuhn – vier Frauen und zwei Männer – aktuell auf einem dreimonatigen Lehrgang, bei dem sie im Theorie-Unterricht rechtlich und in der Praxis im Umgang mit Sicherheitsausrüstung und taktischem Vorgehen geschult werden. Ab Mitte Juni wird das KOD-Team in Uniform auf Offenburgs Straßen und Plätzen im Einsatz sein. Das OFFENBLATT im Gespräch mit dem 37-jährigen Leiter in seinem Büro in direkter Nähe zum ZOB auf dem Bahnhofsareal.

Freuen sich auf ihren Einsatz ab Mitte Juni: das 6-köpfige Team des Kommu-nalen Ordnungsdienstes (KOD) unter Leitung von Peter Kuhn (rechts).

Herr Kuhn, von der Position als bislang freigestellter Personalrat zum Teamleiter Kommunaler Ordnungsdienst – wie kam es dazu?

Peter Kuhn: Die Entscheidung, die Leitung des Kommunalen Ordnungsdienstes zu übernehmen, war für mich eine spannende Weiterentwicklung. Ich bin sehr mit Offenburg verbunden und habe als Personalrat aufmerksam die politischen Diskussionen zum KOD verfolgt. Nun freue ich mich, aktiv dazu beitragen zu können, unsere Stadt noch lebenswerter und sicherer zu machen.

Und wie wird Ihr Alltag ab Mitte Juni aussehen?

Kuhn: Ab Mitte Juni wird mein Alltag eine Mischung aus Büroarbeit und Außeneinsätzen sein: Dienstpläne erstellen, Abläufe und Schulungen organisieren. Gleichzeitig bin ich auf der Straße unterwegs, um mein Team zu begleiten und Bürger*innen und Kooperationspartner*innen ein offenes Ohr zu bieten. Dabei ist es mir besonders wichtig, nahbar zu sein und die Anliegen der Menschen in unserer Stadt direkt mitzunehmen.

Gemeinsam mit Ihrem Team haben Sie bereits mehrere Fortbildungen hinter sich, weitere werden folgen. Wie fühlen Sie sich mit Ihrem Team aktuell und künftig aufgestellt?

Kuhn: Die bisherigen Schulungen haben intern sowie extern wie beispielsweise bei der Verwaltungsschule in Karlsruhe stattgefunden. Dabei wurden Grundlagen insbesondere im Bereich Rechtssicherheit, Eigenschutz, Umgang mit Schutzausrüstung und situative Einsatztrainings erlernt. Dieser Lehrgang hat uns wichtige Sicherheit gegeben. Eigenschutz spielt dabei eine besonders große Rolle, weil er die Basis dafür ist, auch in anspruchsvollen Situationen ruhig und professionell handeln zu können. Wir fühlen uns aktuell gut aufgestellt und bereit für unsere Aufgaben. Mit jeder weiteren Schulung, jedem weiteren Training und mit zunehmender praktischer Erfahrung werden wir als Team noch sicherer und eingespielter. Auch die unterschiedlichen beruflichen Hintergründe im Team sind dabei ein großer Vorteil. Wir lernen voneinander und entwickeln uns kontinuierlich weiter.

Wo sehen Sie Ihr Hauptaufgabengebiet zur Abgrenzung bzw. Unterstützung der Polizei?

Kuhn: Wir verstehen uns klar als Ergänzung zur Polizei, nicht als Ersatz. Unser Schwerpunkt liegt auf der Umsetzung der städtischen Satzungen und Polizeiverordnungen, dabei arbeiten wir eng mit der Polizei und allen Beteiligten zusammen.

Wichtig ist uns, bestehende Strukturen sinnvoll zu unterstützen und zu entlasten, ohne sie zu ersetzen. Wie beispielsweise auch mit dem städtischen Gemeindevollzugsdienst, der überwiegend für die Straßen- und Verkehrsthemen zuständig ist. Unser Ziel ist es, das Sicherheitsgefühl der Offenburgerinnen und Offenburger sowie der Gäste unserer Stadt zu stärken. Das erreichen wir vor allem durch Präsenz, Nahbarkeit und eine schnelle, direkte Ansprache vor Ort.

Was wird zu Ihrer alltäglichen Ausrüstung gehören?

Kuhn: Die Uniform ist selbstverständlich Grundbestandteil unserer täglichen Ausstattung. Hinzu kommt die notwendige persönliche Schutzausrüstung, die uns bei Einsätzen Sicherheit bietet und auch in entsprechenden Situationen für unser Gegenüber zu nutzen kommt.

Arbeiten Sie und Ihr Team im Schichtdienst?

Kuhn: Ja, wir arbeiten im Zwei-Schicht-System. Die Früh- und Spätschichten decken in der Regel die Kernzeiten unter der Woche zwischen 10 und 23 Uhr und am Wochenende bis 1 Uhr ab. Gleichzeitig passen wir unsere Einsatzzeiten flexibel an, etwa bei besonderen Bedarfen oder Veranstaltungen.

Wo kann die Bürgerschaft mit Ihnen und Ihrem Team Kontakt aufnehmen?

Kuhn: Ein eigener Internetauftritt für den Kommunalen Ordnungsdienst befindet sich aktuell noch im Aufbau und wird künftig zusätzliche Informationen und Kontaktmöglichkeiten bieten. Wichtig ist, dass diese Kontakte keinen Notruf ersetzen. In akuten Notfällen sollten direkt die bekannten Notrufnummern kontaktiert werden.

 
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