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Wie Offenburger Unternehmen zum Klimaschutz beitragen

- 04.03.2026 - 

Von der klimafreundlichen Abwärme bis zu Hightech-Lösungen zum Abbau von Plastikmüll: In Offenburg haben Umweltschutz und Nachhaltigkeit viele Gesichter. Offenburger Unternehmen helfen mit, Lösungen für eine lebenswerte Zukunft zu entwickeln.

Hobart und Meiko
Gleich zwei weltweit führende Hersteller gewerblicher Spültechnik haben ihren Sitz in Offenburg: Hobart und Meiko. Zusammen beschäftigen sie am Standort mehr als 2.500 Menschen.
Hobart entwickelt und produziert am Standort Offenburg-Elgersweier Spül-, Gar- und Zubereitungstechnik für Großküchen, Kliniken und die Lebensmittelindustrie. Ein besonderer Fokus liegt auf umweltfreundlicher Spültechnik. Hobart-Geschäftsführer Manfred Kohler berichtete im November 2025 im OFFENBLATT-Interview von der Hobart-Zukunftsvision einer Spülmaschine, die ganz ohne Wasserverbrauch funktionieren solle. 
Meiko, 1927 in Offenburg gegründet, beschäftigt rund 1500 ihrer weltweit 3000 Mitarbeiter am Stammsitz in der Englerstraße. Meiko setzt zunehmend auf ressourcenschonende Spültechnik, also auf Maschinen, die mit jeder Generation weniger Wasser, Energie und Reinigungsmittel verbrauchen. Eingesetzt werden die Produkte beider Unternehmen in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Mensen und Kantinen und leisten somit einen Beitrag zur öffentlichen Daseinsvorsorge.
 
Hansgrohe
Auch wenn Hansgrohe seinen Firmensitz in Schiltach hat, liegt der größte Produktionsstandort weltweit in Offenburg. Mit der sogenannten EcoSmart-Technologie reduzieren die Kopf- und Handbrausen des Unternehmens ihren Wasserverbrauch auf bis zu sechs Liter pro Minute und somit deutlich niedriger als herkömmliche Produkte. Hochgerechnet auf Millionen verbauter Brausen weltweit ergibt sich eine enorme Einsparung an Trinkwasser und Heizenergie. 
 
Tesa
Das Offenburger Tesa-Werk ist der weltweit größte Produktionsstandort des global bekannten Unternehmens. Rund 500 Beschäftigte produzieren hier lösemittelfrei Klebebänder. Ein Ansatz, bei dem das Offenburg Werk konzernintern als Vorreiter fungierte. Zudem setzt Tesa auf erneuerbare Energien. Mehr als 13.000 Photovoltaik-Module erzeugen jährlich sechs Gigawattstunden Strom und decken rund 25 Prozent des Energiebedarfs. Das entspricht nach Unternehmensangaben dem Jahresverbrauch von 1200 Vier-Personen-Haushalten.
 
J. Schneider Elektrotechnik
Das Offenburger Familienunternehmen J. Schneider Elektrotechnik arbeitet an der Energiewende. Rund 500 Beschäftigten stellen unter anderem Transformatoren für Photovoltaikanlagen und unterbrechungsfreie Stromversorgungen für Offshore-Windkraftanlagen her. Jeder Transformator, der hier für eine Solaranlage oder ein Windrad gefertigt wird, leistet einen direkten Beitrag zur Dekarbonisierung der Stromversorgung und leistet einen Beitrag für sichere Netze.
 
AITAD
Das 2018 gegründete Unternehmen AITAD entwickelt am Sitz in der Offenburger Hauptstraße sogenannte Embedded-KI-Systeme, also künstliche Intelligenz, die direkt in Produkte integriert werden kann. Ohne Cloud und große Rechenzentren und damit ohne die energieintensive Datenübertragung, die herkömmliche KI-Anwendungen erfordern. Konkreten Einsatz finden die Systeme beispielweise in Duschköpfen, die Wassermenge und -temperatur in Echtzeit anpassen und somit den Wasser- und Energieverbrauch senken. In Wärmepumpen überwacht die KI die Kernkomponenten und optimiert den Energieeinsatz. In Waschmaschinen erkennt sie drohende Defekte frühzeitig. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer; unnötige Ressourcenverschwendung wird vermieden. 
 
Burda Druck
Burda Druck beschäftigt am Stammsitz Offenburg rund 400 Mitarbeiter und setzt bereits seit den 1990er-Jahren auf hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Ein Teil der Abwärme wird direkt in das Fernwärmenetz der Stadt eingespeist und heizt somit Offenburger Haushalte. Das verwendete Papier stammt zu 100 Prozent aus zertifizierten europäischen Wäldern.
 
Schnitzer
Die Schnitzer GmbH & Co. KG in der Marlener Straße stellt mit rund 150 Beschäftigten glutenfreie Bio-Backwaren ohne chemische Zusätze her. Das Besondere: Schnitzer hat eine innovative Verpackungstechnologie entwickelt, die sechs Monate Haltbarkeit ohne Konservierungsstoffe ermöglicht. Die Produkte richten sich an Menschen mit Zöliakie, Weizenallergie oder Reizdarm und leisten damit einen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung einer wachsenden Gruppe von Betroffenen.
 
Picea hat sein Labor im flow1986.
Picea Biosolutions
Die 2022 von den Molekularbiologen Dr. Daniel Heid und Tobias Stadelmann gemeinsam mit dem Offenburger Professor Thomas Eisele gegründete Picea Biosolutions GmbH entwickelt im neuen Technologiepark flow 1986 hocheffiziente Mikroorganismen und Enzyme für industrielle Anwendungen. Darunter befinden sich unter anderem Mikroorganismen, die Plastikmüll abbauen können und somit zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen.
 
Produkte, die in Offenburg entwickelt und hergestellt werden, sind häufig weltweit im Einsatz. Und tragen konkret zu einer besseren und gesünderen Welt bei.