Direkt zum Hauptinhalt springen

Hochwasserrückhaltebecken auf Gemarkung Fessenbach modernisiert/Mehr Speichervolumen

- 23.07.2026 - 

Schutz vor Starkregen ausgebaut

Nach dem erfolgreichen Umbau des Hochwasserrückhaltebeckens (HRB) in Zunsweier sind nun auch die Modernisierungsarbeiten am HRB Sahlesbach auf der Gemarkung Fessenbach abgeschlossen. Die rundum erneuerte Anlage sorgt ab sofort dafür, dass die Wohngebäude in Zell-Weierbach, auch bei hohen Zuflussmengen aus dem natürlichen und landwirtschaftlich genutzten Einzugsgebiet des Sahlesbachs, besser vor Überflutungen geschützt sind.

Vorausschauende Investition am HRB Sahlesbach.
Um den Hochwasserschutz der Bürgerschaft Zell-Weierbachs langfristig zu verbessern, wurde die Rückhalteanlage umfassend erweitert. Durch eine Erhöhung des Absperrdamms und einen gezielten Geländeabtrag wurde das Speichervolumen des Beckens deutlich von 2.300 m³ auf 3.700 m³ vergrößert. Dadurch kann eine Abflussmenge, wie sie theoretisch einmal in einhundert Jahren auftritt, zurückgehalten werden.  
 
Im Zuge der Umbauarbeiten wurde auch das Auslassbauwerk auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Bei starken Niederschlägen nimmt die Anlage die Wassermengen des Sahlesbachs auf und gibt sie gedrosselt an den nachfolgenden Bachlauf ab. Das Projekt wurde vom Land Baden-Württemberg maßgeblich unterstützt.
 
Aufgrund der topografischen Lage des Beckens und dem felsigen Untergrund reicht der Beckenumbau allein jedoch nicht aus, um den angestrebten Schutzgrad vollständig zu gewährleisten. Daher ist der Bau einer ergänzenden Hochwasserschutzmauer entlang des unterhalb liegenden Gewässers erforderlich. Erst im Zusammenspiel von Becken und Schutzmauer können die dortige Wohnbebauung und das im Bau befindliche Feuerwehrhaus Rebland verlässlich vor Extremwetterereignissen geschützt werden.
 
Da der Sahlesbach unterhalb des Beckens über Privatgrundstücke verläuft und die geplante Mauer auf privatem Boden realisiert werden muss, wurde mit deren Planung schon vor Beginn des HRB-Umbaus begonnen. Die betroffenen Eigentümer*innen wurden frühzeitig informiert und in die Planung einbezogen.
 
Mehr Sicherheit
 
Um den Schutz der Bebauung und somit auch die Sicherheit zu erhöhen, lässt die Stadt Offenburg eine Starkregen-Gefahrenkarte (SRGK) erstellen. Die Maßnahme steht kurz vor dem Abschluss und liefert wertvolle Daten für die Zukunft. Dies und eine digitale Fernüberwachung der Rückhaltebecken mittels präziser Radarsonden sorgt dafür, dass die Wasserstände im Becken rund um die Uhr automatisch gemessen werden können. Sollte sich ein kritischer Pegel abzeichnen und ein Überlaufen des Hochwasserrückhaltebeckens drohen, kann die Feuerwehr Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergreifen. Die zunehmenden Starkregenereignisse zeigen, wie wichtig diese vorausschauenden Investitionen sind.
 
KOWO - kommunales Wohnbauförderprogramm