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Das Sanierungsgebiet CANVAS+ erhält ein eigenes Mobilitätszentrum

- 23.07.2026 - 

Parken im Grünen

Bauen ges Grünes Licht für das Mobilitätszentrum auf dem Areal CANVAS+: Bis Herbst 2029 soll im Sanierungsgebiet Schlachthof ein Parkhaus für 350 Autos und 360 Fahrräder entstehen. Den Zuschlag erhielt das Architekturbüro Wittfoth aus Stuttgart.

So könnte das neue Parkhaus aussehen. Entwurf: Wittfoth

Mit CANVAS22 entsteht im ehemaligen Schlachthofgebäude ein neues Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft. Es wird Teil des Quartiers CANVAS+, das als gewerblich geprägtes Stadtviertel für kreative und innovative Unternehmen entwickelt wird. Mit dem Bau eines elfgeschossigen Parkhauses soll es für die Nutzer*innen des neu erschlossenen Quartiers ausreichend Möglichkeiten geben, Wagen oder Fahrrad sicher abzustellen. Zugleich soll das Gebäude in Sachen Nachhaltigkeit ein Vorzeigeprojekt werden: Das bedeutet etwa den Einsatz möglichst ressourcenschonender und ökologischer Baustoffe, eine Dach- und Fassadenbegrünung sowie eine Photovoltaik-Anlage.

Parkflächen auf elf Ebenen

Im April 2025 beschloss der Gemeinderat eine Mehrfachbeauftragung. Das Bewertungsgremium unter Leitung der Vorsitzenden des Gestaltungsbeirats, Dea Ecker, entschied sich dann für die Wittfoht Architekten Planung GmbH, Stuttgart. Laut Beurteilung überzeugte die Arbeit "durch die sorgfältige Durchplanung des Mobilitätszentrums. Die Organisation ist einfach und selbstverständlich." Wie Projektleiter Clemens Schönle in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses darlegte, handelt es sich um einen kubischen Entwurf mit Parkflächen auf elf Ebenen und einer jeweiligen Geschosshöhe von 2,80 Metern. Die Fassade soll vollflächig begrünt werden, die Bewässerung wird über ein Kaskadensystem mit einer unterirdischen Zisterne gewährleistet. Alles in allem "relativ unspektakulär", was positiv zu werten sei. Auf Nachfrage erklärte Baubürgermeister Oliver Martini, dass das Gebäude aufstockbar sei, wenn sich Bedarf abzeichne: "Wir brauchen Verbindlichkeit." Es soll kein Zuschussgeschäft werden, Wirtschaftlichkeit stehe im Vordergrund. Fachbereichsleiter Stadtplanung und Baurecht, Daniel Ebneth, verwies auf die "beeindruckenden Referenzen" des Stuttgarter Büros, das den Zuschlag erhielt: "Was Fassadenbegrünung angeht, sind sie fast unschlagbar."

Mit einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen empfahl das Gremium dem Gemeinderat, das Projekt umzusetzen. Der Zeitplan sei „sportlich“, wie Schönle anmerkte: Baubeschluss soll im Mai 2027 sein.

 
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