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Gesundheitsamt gibt Strandbad für Badebetrieb wieder frei

- 01.09.2026 - 

Das Gesundheitsamt des Ortenaukreises wurde am vergangenen Donnerstag darüber in Kenntnis gesetzt, dass am Ufer des Gifizsees Ansammlungen von grünen Auflagerungen zu sehen seien. Eine Vor-Ort-Begehung bestätigte im Flachwasser und am Ufer grüne Schlieren, besonders betroffen war der abgegrenzte Kleinkindbereich mit zum Teil zusammenhängenden Auflagerungen, die mehr oder weniger die gesamte Wasserfläche betrafen. Begleitend zeigte sich eine eingeschränkte Sichttiefe.
 

Auf dem See selbst waren keine Algenteppiche erkennbar, allerdings wirkte das Wasser grünlich-trüb. 
 
Um sicherzustellen, ob es sich um Grünalgen oder Cyanobakterien (auch „Blaualgen“ genannt) handelt und möglicherweise von ihnen eine Gefahr ausgeht, müssen Laboruntersuchungen beim Landesgesundheitsamt durchgeführt werden. Allerdings war es für eine Wasserprobenentnahme am Donnerstag schon zu spät, weil das Labor am Wochenende nicht besetzt ist. Deshalb wurde eine Probenahme für Montagmorgen geplant.  
 
Bei der erneuten Begehung am Montag war das Wasser klar, ohne Trübungen und ohne Auflagerungen, sodass laut dem Gesundheitsamt von einer Untersuchung auf Cyanobakterien kein positives Ergebnis zu erwarten war und darauf verzichtet wurde. Da die routinemäßige mikrobiologische Untersuchung vom Anfang der vergangenen Woche unauffällig war, war ein Badeverbot über den gestrigen Montag hinaus nicht mehr zu vertreten. Das Gesundheitsamt hat somit den Gifizsee für den Badebetrieb wieder freigegeben. Das Strandbad hat seit heute, 10 Uhr, wieder geöffnet. 
 
Hintergrund:
Cyanobakterien vermehren sich in phosphatreichen, stehenden Gewässern bei hohen Temperaturen und hoher Sonneneinstrahlung. Durch die Regenfälle am Wochenende und den stetigen Wind kam es zu einer Durchmischung des Wassers, was eine sogenannte Algenblüte beenden bzw. zu einer Verteilung der Algen im gesamten See führen kann. Damit verringert sich das Risiko für die Badenden in der Uferzone. Problematisch ist der Kontakt mit großen Mengen, also in hoher Konzentration, wie sie vergangene Woche im Uferbereich sichtbar war.
 
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