Der Maler Michael Blum aus Gengenbach hat sich der Schwarzwaldlandschaft verschrieben. Seine extrem querformatigen Gemälde, oft nur wenige Zentimeter hoch, sind Mittel zum Zweck. Wie kam es dazu? Der Künstler selbst: "Das Wort digital war noch nicht buchstabiert – es war die Zeit der Jungen Wilden, es gab den Hunger nach Bildern. Lüpertz, Baselitz und Kaminski waren die jüngsten Professoren an unserer Akademie, mit ihnen/gegen sie spielten wir Fußball und tranken am Abend Bier. Mit den farbverkrusteten Malerklamotten wurden wir von den Türstehern der angesagtesten Clubs durchgewunken, Terpentin war coolstes Fragrance – aber egal, wie lange und ausschweifend die nächtlichen Ausflüge manchmal waren, morgens standen wir wieder vor der Staffelei in der Akademie. Die Hingabe zum Metier überstrahlte alles andere!" Und Blum weiter: "Die Akademie wurde damals von dem sehr umsichtigen, mit allen Wassern gewaschenen Rektor Harry Kögler souverän dirigiert. In seiner Klasse habe ich dann auch bis zum Meisterschüler-Abschluss gelernt. Es war eine sehr analoge Lehre zwischen Tradition und Moderne, dabei offen für malerische, künstlerische Experimente."
Zur Arbeit in der Natur „vor dem Motiv“ diene ihm seit Jahrzehnten ein zum Atelierbus umfunktionierter Camper. Seine Motive und Inspirationen finde und suche er in der unmittelbaren Region am Oberrhein und im Schwarzwald. Es ist eine seit Jahrtausenden gestaltete Kulturlandschaft, in deren Ausformungen sich der Geist der hier lebenden Menschen manifestiert.
KUNSTkommt dankt der Unterstützung des gastgebenden Paul-Gerhardt-Werkes und der Abteilung Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Offenburg.
Zur Besichtigung: Termin unter Telefon 0151 70918774.










