Direkt zum Hauptinhalt springen

Demokratie und Stadtgeschichte

… für Geflüchtete und Zugewanderte

 
Die Stadtgeschichte Offenburgs ist eng mit der Demokratiegeschichte Deutschlands verbunden. Wichtige Momente sind das Ringen um Freiheit und erste Grundrechte, sowie wiederum die totale Vernichtung der Freiheit im Nationalsozialismus und die Gräueltaten des Holocausts.
 
Die folgenden Angebote sollen Geflüchteten und Zugewanderten Zugang zur wechselhaften Demokratiegeschichte Deutschlands und Offenburgs ermöglichen.
 
Die Angebote dauern ca. 2 Stunden und finden in Einfacher Sprache statt. Bei Bedarf können Dolmetscher*innen unterstützen.
 
1.    Salmen-Führungen und Salmen-Werkstatt „Freiheit“
 
Der Salmen Offenburg ist ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Vor 200 Jahren versammeln sich dort Menschen und sprechen erstmals über demokratische Rechte, die heute im Grundgesetz verankert sind.
Ab 1875 nutzt die jüdische Gemeinde das Gebäude als Synagoge. 1938 schänden und zerstören Anhänger*innen des NS-Regimes die Synagoge und die systematische Verfolgung jüdischer Offenburger*innen beginnt. Heute ist der Salmen ein Erlebnis- und Erinnerungsort mit verschiedenen Ausstellungen zu den Themen Demokratie- und Revolutionsgeschichte sowie zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Offenburgs. In der interaktiven Salmen-Werkstatt „Freiheit“ beschäftigen sich die Teilnehmenden mit dem Grundgesetz und demokratischen Wertevorstellungen.
 
Foto: c Braxart
 
Foto: Eine Gruppe beim Austausch nach einer Führung.
 
 
2.    Stolpersteine – die deutsche Geschichte entdecken
 
Dieses Angebot findet in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Ortenau (EEB), dem Bündnis Aufstehen gegen Rassismus Offenburg (AgR), dem Sozialdienst des Migrationsamts und weiteren städtischen Akteuren wie Gemeinwesenarbeit und Jugendarbeit statt. Beim ersten Termin setzen sich die Teilnehmenden mit der Geschichte des Nationalsozialismus in Deutschland auseinander. Im zweiten Termin werden die "Stolpersteine" entdeckt, mit denen an Menschen erinnert wird, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt, verschleppt und ermordet wurden.
 
Foto: Stolpersteine vor dem Offenburger Rathaus.
 
Foto: Jugendliche geben die Geschichten hinter Stolpersteinen in der Offenburger Innenstadt wieder.
 
3.    Stadt- und Museumsführungen
 
Bei der Stadtführung können die Teilnehmenden die Offenburger Innenstadt erkunden und mehr erfahren zu deren Geschichte. Bei einer Museumsführung können die Teilnehmenden die Dauerausstellung sowie weitere Ausstellungen zu verschiedenen Themen besuchen.
 
Foto: Offenburger Rathaus
 
Sie haben Interesse an einem der Angebote?
Kontaktieren Sie uns gerne unter integration@offenburg.de oder 0781822420.
 
Geben Sie an:
-       Welches Angebot möchten Sie besuchen?
-       Wie groß ist Ihre Gruppe? (mindestens 8, maximal 18 Personen)
-       Welchen Hintergrund haben die Teilnehmenden?
-       Einfache Sprache oder mehrsprachig? Falls mehrsprachig, welche Sprache(n)?
-       Wann haben Sie Zeit?
 
Demokratie und Stadtgeschichte für Flüchtlinge - Projektvorstellung im Offenblatt (15.12.2024)
 
 
Kooperationspartner*innen
Das parteiunabhängige Bündnis Aufstehen gegen Rassismus Offenburg, die lokale Flüchtlingshilfe, die Evangelische Erwachsenenbildung Ortenau, die städtischen Stadtteil- und Familienzentren, in denen vorläufige Unterkünfte angesiedelt sind, Sozialarbeitende der Unterkünfte des Migrationsamts, das städtische Integrationsmanagement, die städtische Jugendarbeit, das Museum im Ritterhaus und Der Salmen.