Direkt zum Hauptinhalt springen

Am Freitag, 2. Oktober, findet zum zweiten Mal die Lange Nacht der Demokratie statt

- 24.09.2026 - 

Keine Selbstverständlichkeit

Demokratie ges Zum zweiten Mal findet die Lange Nacht der Demokratie (LNDD) Baden-Württemberg in Offenburg statt. Und zwar am Freitag, 2. Oktober, von 16.30 bis 21 Uhr in der Innenstadt. An verschiedenen Orten erwarten die Besucherinnen und Besucher Mitmach-Aktionen, Gesprächsangebote, Impulse und Möglichkeiten des gemeinsamen Austauschs.

Setzen sich für die Demokratie ein (v.l.): Emilie Schleich, Andreas Heck, Constanze Armbrecht, Verena Schickle, Stefan Falk, Claudia Roloff, Ingrid Vielsack mit zwei Teilnehmerinnen am Projekt "Heimat suchen – Heimat finden", Sophia Müller, Simone Müller und Christoph Heimel.

Die Lange Nacht der Demokratie lädt alle Menschen ein, Demokratie nicht nur als politisches Prinzip zu verstehen, sondern gemeinsam zu erleben und mitzugestalten. Auf die Frage, warum es eine Lange Nacht der Demokratie brauche, liegt für Christoph Heimel die Antwort auf der Hand: "Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Gerade in Zeiten, in denen demokratische Werte unter Druck geraten und gesellschaftliche Debatten zunehmend von Polarisierung, Unsicherheit und gegenseitigen Vorbehalten geprägt sind, braucht es Orte für Begegnung und Austausch", so der Leiter des Integrationsbüros der Stadt Offenburg, das die Lange Nacht federführend organisiert – gemeinsam mit dem Fachbereich "Familien, Schulen und Soziales".

Die Lange Nacht der Demokratie schaffe diesen Ort der Begegnung: Er sei offen für alle Menschen, er sei vielfältig in seinen Themen und Perspektiven, niederschwellig und ohne Zugangshürden sowie mitten in der Stadt und damit mitten im gesellschaftlichen Leben.

Die Lange Nacht bietet Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir unsere Demokratie gestalten wollen.

Das Programm

Die Lange Nacht der Demokratie lebt von der Vielfalt ihrer Akteurinnen und Akteure. Sie bringen unterschiedliche Perspektiven, Themen und Formate ein und laden zum Mitmachen, Informieren, Diskutieren und Begegnen ein.

Jugendarbeit & -streetwork Stadt Offenburg (Sophia Müller): Jugendarea & Wie funktioniert eine Stadt? Es gibt Mitmachstände unter dem Zelt vor dem Rathaus Evangelische Erwachsenenbildung & Partner (Claudia Roloff und Ingrid Vielsack: Heimat suchen – Heimat finden; Schwerpunkt Migration. Es gibt eine Ausstellung mit 69 Beiträgen in Bildern und Texten 361 Grad Verein & kath. Betriebsseelsorge (Stefan Falk): Konzert & Tanzbar mit Robert Carl Blank im Spitalkeller (ab 20.30 Uhr, Spitalstraße 1a) sowie „Lebendige Bibliothek“ zu Arbeitsmigration und „Gastarbeit“ in der St. Andreas Kirche (18.30 – 20 Uhr, Am Fischmarkt) Sozialdienst des Migrationsamts Landratsamt (Emilie Schleich): Mitmach-Aktionen im Zelt, zum Beispiel Button-Maschine und Postkarten bemalen, Projekt Demokratie- und Stadtgeschichte erleben Akademie² (Andreas Heck): Geschichte zu Arbeitsmigration bei der Lebendigen Bibliothek Gleichstellungsbeauftragte Stadt Offenburg (Verena Schickle) und Leitung VHS (Constanze Armbrecht): Context-Lesung & Gespräch „Wer macht‘s noch?“ mit der Autorin Cecile Weidhofer, die als Französin in der Kommunalpolitik in Mecklenburg-Vorpommern aktiv war (19 Uhr, Villa Bauer) Stadtteil- und Familienzentren: Offenburg sucht ihren Protestsong (Gewölbekeller im ANNA, Kornstraße 3, 17.30 bis 21 Uhr) Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg: Argumentationstraining zum Umgang mit rechtsextremen Parolen (ANNA; Kornstraße 3, 16.30 bis 19.45 Uhr) Der Salmen: Klang der Demokratie in Kooperation mit dem Freiraum Syndikat gUG unter der künstlerischen Leitung von Lukas Dreyer (Salmensaal ab 19 Uhr) Der Salmen: Ausstellung "Schwestern, zerreißt eure Ketten! Frauen und die Revolution 1848/49" und Sonderausstellung im Foyer "Das Miteinander mitbestimmen – Fragen zu Demokratie und Frieden"

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie ist eine gemeinsame Aufgabe. Sie braucht Menschen, die Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und miteinander im Gespräch bleiben. Mit der Langen Nacht der Demokratie soll deshalb ein Zeichen für Dialog, Vielfalt, Beteiligung und demokratisches Miteinander gesetzt werden. Alle Menschen sind eingeladen, wie Heimel unterstreicht: "Kommen Sie vorbei – ganz gleich, ob Sie sich informieren, mitdiskutieren oder einfach neugierig sind. Denn Demokratie lebt von Begegnung und Beteiligung." Ein dickes Dankeschön gelte allen Akteurinnen und Akteuren, die sich mit ihren Ideen, Angeboten und ihrem Engagement an der diesjährigen Langen Nacht der Demokratie beteiligen. "Ebenso bedanken wir uns bei der Baden-Württemberg Stiftung für die Förderung und Unterstützung der Langen Nacht der Demokratie", so Heimel: "Wir freuen uns auf eine lebendige, vielfältige und demokratische Nacht in Offenburg!"

Weitere Informationen finden sich im Flyer sowie im Internet unter: www.offenburg.de/de/leben-in-offenburg/integration/lange-nacht-der-demokratie.

 
KOWO - kommunales Wohnbauförderprogramm