Größtes Blockheizkraftwerk der Fernwärme Offenburg in Albersbösch in Betrieb genommen
Meilenstein der Wärmewende
Der erzeugte Strom wird in das vorgelagerte Stromnetz eingespeist und dient der allgemeinen Versorgung. Das Blockheizkraftwerk arbeitet im Verbund mit dem Wärmepumpenkraftwerk im früheren Burda-Farbtanklager und dem Blockheizkraftwerk des E-Werks Mittelbaden in der Freiburger Straße. Somit steigert die Fernwärme Offenburg den Anteil an Erneuerbaren Energien auf über 30 Prozent und nähert sich dem Ziel der CO2-neutralen Wärmeerzeugung bis 2040.
Das Blockheizkraftwerk in Albersbösch arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (siehe Kasten) und erreicht so eine Energieausnutzung von rund 95 Prozent. Entstehende Abstrahlungs- und Abgaswärme wird durch hochmoderne Technik genutzt und ins Fernwärmenetz eingespeist. Im Vergleich dazu erreicht ein konventionelles Gas- und Dampfkraftwerk nur einen Wirkungsgrad von zirka 80 Prozent, wenn die Wärme komplett genutzt werden kann. Da die Anlage in Albersbösch zukünftig auch mit Biogas oder Wasserstoff betrieben werden kann, ist sie eine Investition in eine langfristig sichere und klimafreundliche Wärmeversorgung für die Stadt Offenburg, durch die jährlich 7.500 Tonnen CO2 eingespart werden können. Die Investitionssumme für dieses Projekt beträgt rund 21,5 Millionen Euro.
Für den Ausbau wurde das ursprüngliche Gebäude des Blockheizkraftwerks in Albersbösch um eine komplette Etage aufgestockt. Der neue Motor bringt das Fünffache an Leistung im Vergleich zum Vorgängermodell. Hierfür waren umfangreiche Arbeiten notwendig, um ein stabiles Fundament für die 150 Tonnen schwere Anlage zu schaffen. Bereits vor vier Jahren wurde das Volumen der Pufferspeicher von 400 m³ auf 600 m³ erweitert. Im Verbundnetz hat die Fernwärme Offenburg ein Gesamtpuffervolumen von 1.500 m³ installiert. Durch die gut wärmegedämmten Pufferspeicher ist dafür gesorgt, dass die Wärme auch in den Speichertanks bleibt und zwischengelagert werden kann. Die Zwischenspeicherung der Wärme ermöglicht, die Stromerzeugung zeitlich vom Wärmebedarf zu entkoppeln. Der Strom wird dann erzeugt, wenn er im Netz gebraucht wird. Dadurch steigt die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems.
Kraft-Wärme-Kopplung
Kraft-Wärme-Kopplungs-Systeme setzen innovative Technologien zur Erzeugung von Strom und Wärme ein. Mittels eines Motors oder einer Turbine wird so Strom erzeugt. Die dabei entstehende Abwärme kann entweder für die Beheizung von Gebäuden oder zur Warmwasserbereitung verwendet werden. Ein großer Vorteil von IKWK-Systemen besteht darin, dass sie individuell auf Schwankungen im Stromnetz reagieren. Sind beispielsweise die verfügbaren Strommengen zu gering, kann der durch IKWK-Systeme produzierte Strom zur Netzstabilisierung eingespeist werden. Ist die vorhandene Strommenge zu hoch, lassen sich die elektrischen Wärmeerzeuger anschalten und der Strom wird zur Wärmeproduktion eingesetzt. Diese Vorgehensweise sichert Stabilität im Stromnetz, wodurch auch die Abregelung von Strom aus Wind- oder PV-Anlagen vermindert werden kann.










