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Nach umfangreichem Beteiligungsprozess über Schulen der Sekundarstufe 1 Ergebnis präsentiert

- 08.10.2026 - 

Zukunftsfähige Schullandschaft

Schulen aw Im Ausschuss für Bildung, Soziales und Sport am 30. September stand die weitere Entwicklung der Schulen in der Sekundarstufe 1, Klassen 5 bis 10, im Fokus. Herausfordernd vor dem Hintergrund der zukünftigen Weiterentwicklung der Werkreal- und Realschulen durch das Kultusministerium Baden-Württemberg ist es, auch erforderliche bauliche Maßnahmen auf dem Schulzentrum Nord-West unter einen Hut zu bringen.

Der Theodor-Heuss-Pavillon muss dringend erneuert werden.

"Wenn das Kultusministerium etwas klarer wäre, hätten wir es als Kommunen auch leichter", blickte Sozialbürgermeister Hans-Peter Kopp kritisch auf die Haltung in Stuttgart zur Zukunft der Werkrealschule. Da kein eigenständiger Abschluss an der Werkrealschule seit dem Jahrgang 2025/2026 mehr möglich ist und Eltern immer mehr zur Realschule tendieren, sinkt die Attraktivität der Werkrealschule zusehends, wie Stephan Dech, Abteilungsleiter für Schulen und Sport dem Gremium erklärte.

Flexibilität

Darüber hinaus gebe es zunehmenden Platzbedarf an der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) auf dem Schulzentrum Nord-West durch die wachsenden Schülerzahlen. Weiter muss der Pavillon der Theodor-Heuss-Realschule (Theo) in absehbarer Zeit zwingend erneuert werden. Hinzu kommt die unbefriedigende Mensasituation am Schulzentrum Nord-West: Das Zusammentreffen von Grundschulkindern und Kindern der Klassenstufen 5 bis 12 ist belastend und übersteigt die Kapazitäten der Mensa.

Beteiligungsprozess

Ziel sei es, den Schulraum der Theo, Astrid-Lindgren, sowie Erich-Kästner und Sommerfeld an die prognostizierte Zahl der Schüler*innen anzupassen, informierte Dech. Dabei wolle man die räumlichen Lernbedingungen mit Blick auf das Ganztagsangebot verbessen und perspektivisch die zukünftige Entwicklung der Schullandschaft flexibel gestalten. In einem umfangreichen Beteiligungsprozess mit Besuch von Verbundschulen und einem Workshop mit dem gesamten Kollegium der betreffenden Schulen war die Tendenz eindeutig, den Erhalt des aktuellen Schulmodells mit organisatorisch klar getrennten Werkreal- und Realschulen für die Theo und die ALS-Werkrealschule mit folgenden baulichen Maßnahmen: Die WRS würde mit Blick auf die politisch offene Zukunft der Werkrealschulen am Standort des sanierungsbedürftigen THEO-Pavillons eingerichtet werden. Hier soll ein zeitgemäßer Neubau als Ersatz für den Pavillon entstehen mit weiterhin ausreichend Räumlichkeiten für die Realschule. Weiter sei geplant, den freiwerdenden Raum am Standort ALS für die größere Grundschule mit Ganztagsbetrieb, den Einbau einer Grundschul-Mensa und das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum der Waldbachschule zu nutzen.

Verbundschule

Die beiden Schulstandorte Sommerfeld-WRS und Erich-Kästner-Realschule würden zum heutigen Stand eine Verbundschule anstreben mit einer Stärkung des Schulstandortes Rebland und der am Verbund beteiligten Schulen. Dieser Schritt könnte auch längerfristig den Erhalt der Werkrealschule als Schulform und damit das Schulangebot Offenburg stärken. Es würde mit der Verbundschule ein zusätzliches Schulmodell in Offenburg etabliert, dass es bislang nicht gibt.

Mit einer mehrheitlichen Empfehlung von 20 Jastimmen und einer Enthaltung an den Gemeinderat für die Schulstrukturentwicklungen schloss sich dieser am 5. Oktober ebenfalls mit großer Mehrheit an. Damit wird im ersten Halbjahr 2027 die Verwaltung für das Schulzentrum Nordwest in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten in die Planungsphase für die baulichen Maßnahmen übergehen. Im Doppelhaushalt 2026/27 und vorherigen Haushalten wurden hierfür rund 20 Millionen Euro bereitgestellt.

 
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