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Trinkwasser-Hochbehälter in Zell-Weierbach offiziell übergeben/Neubau seit Sommer in Betrieb

- 08.10.2026 - 

Mehr als nur den Hahn aufdrehen

Wasserversorgung gr Oberbürgermeister Marco Steffens, Ortsvorsteher Willi Wunsch und Alex Müller, Geschäftsführer der Offenburger Wasserversorgung, haben Anfang Oktober den neuen Trinkwasser-Hochbehälter am Talweg in Zell-Weierbach eingeweiht. Seit Sommer ist er in Betrieb.

Gut aufgestellt (v.l.): Lukas Ermantraut, Matthias Rudolph und Projektleiter Marc Erhardt von Badenova Netze sowie OB Marco Steffens, Ortsvorsteher Willi Wunsch und TBO-Chef Alex Müller.

„Trinkwasser ist etwas, worüber wir gar nicht mehr nachdenken. Wir machen den Wasserhahn auf und gehen davon aus, dass das Wasser einfach kommt“, stellte OB Steffens in seinem Grußwort fest. Damit das so bleibt, fasst der Neubau in zwei Edelstahltanks künftig 450.000 Liter. Das ist fast doppelt so viel wie die vorherige Anlage und deckt rechnerisch den Tagesbedarf von rund 3.700 Menschen. Die beiden Hochbehälter dienen dazu, morgens und abends Verbrauchsspitzen abzufangen und den Wasserdruck im Leitungsnetz stabil zu halten. Eine neue Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher liefert einen Teil des Stroms. Bei einem Stromausfall sichert das neue Notstromaggregat den Betrieb für bis zu 72 Stunden (vorher: 23). Die Planungen für das komplexe Projekt reichen bis 2018 zurück. Gebaut wurde dann von März 2025 bis Juni 2026. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro.

„Ein besonderer Dank gilt allen Anliegern, die die Behinderungen wohlwollend in Kauf genommen haben“, sagte Ortsvorsteher Willi Wunsch in Anwesenheit mehrerer Bürgerinnen und Bürger.

Der Geschäftsführer der Offenburger Wasserversorgung, Alex Müller, führte aus, dass der Betrieb rund 80.000 Menschen in Offenburg sowie in Teilen von Schutterwald und Hohberg versorge. Das Leitungsnetz ist mehr als 460 Kilometer lang und müsse laufend instand gehalten werden. Trotzdem sei das Leitungswasser günstig. So koste die Füllung einer handelsüblichen Sprudelkiste (zwölf Flaschen à 0,7 Liter) mit Wasser aus dem Hahn nur rund 2,1 Cent. Abschließend warf er einen Blick in die Zukunft: So solle langfristig der Anschluss an den Zweckverband Wasserversorgung Kleine Kinzig eine zweite Wasserbezugsquelle sichern.

 
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